Celli

Die große Liebe: Paesold 604BJ. 1977

cellograu

Das Cello ist genau 10 Jahre jünger als ich:-)
Ich spiele es mit Jargar Saiten rot und selbst modifiziertem Steg in Höhe und Rundung.
Anbringen von
Tonabnehmersystemenz.B. Fishmen funktioniert in der klanglichen Umsetzung nur, so lange man alleine spielt.
Sobald ein großes Orchester durch Schlagzeug und Bläsern dazukommt,
wird durch die von außen beinflusste Luftschwingung im Korpus des Cellos an das Piezzo Element weitergegeben und zerstört das Klangbild.
Somit: ein Cello klingt am schönsten wie ein Cello, wenn es so bleibt, wie es ist.

 

Das Yamaha Baureihe SVC-200

yamahagrau Mit dem Yamaha Cello sammelte ich erste E-cello Erfahrung:

Mit der unter Cellisten bezeichneten Gottesanbeterin entstanden auch die ersten E-Cello Stücke.
Das Yamaha
SVC-200 hat eine hohe Verarbeitungsqualität.
Das Design und die darin enthaltene Ergonomie sind genial.
Die Mensur dieses E-Cello ist dem herkömmlichen Cello sehr nah.
Vor allen Dingen besitzt es einen herkömmlichen Sattel und ermöglicht
einen normalen Lagenwechsel in die vierte Lage.
Integriert sind ein Kopfhöreranschluss mit Regler,
ein Line Out / Line in für CD oder MP3 und ein aktiv Verstärker mit drei Relay Stufen.

Eine neue Version des SVC-200 ist das SVC-210, bei dem der Bereich unterhalb des Stegs
mit einer Hohlkammer ausgestattet ist. Durch diese Kammer bildet sich ein kleine zusätzliche
Resonanzammer, die den Ton optimiert.

Das SVC-200/210 hat noch Geschwister: Das SV-50 welches in der Bauform und den Mechaniken reduziert
ist, insgsamt „leichter“ daherkommt, aber klanglich voll überzeugt. Zudem gibt es noch das SV-100/110,
welches mit einem Kunsstoffrahmen versehen ist. Mittlerweile kann man die Celli in verschiedenen
Farblackierungen (gelb/blau,…) erhalten.

 

Das CR-4 von Ned Steinberger

cr4_600

Das NS-Design Cello löst sich von allen Celli/E-Celli  Vorstellungen, die man bisher kannte.
Es ist leicht, kompakt und lässt sich mit einem Stachelsystem, einem Boomerang Gurt, oder einen Strap System verschiedenfach montieren.
Dadurch kann man es spielen zwischen den Knien, umhängen als Gitarre, oder umhängen als Cello zum Spielen im Stehen.

Im Vergleich zu anderen Celli und E-Celli erfordern die Lagenwechsel viel Übung, da kein Sattel vorhanden ist.
Mittlerweile kann man aber einen Cello Thumb Stop kaufen. Er ist aus Holz, lackiert und kamm mit einem fertigen 3M Klebepad
positioniert werden. Damit hat man wieder den schönen Anschlag beim Lagenwechsel und damit erleichterte Intonation.

daumen


Das Bogenstreichen mit dem  4,5 oder 6 Saiters bedarf wenig Kraft zur Tonbildung.
Vibrato und Bogennuancierungen  sprechen leicht und für ein E-Cello besonders  vielfältig an.

Ich spiele das Cello mit den Original Saiten von Ned Steinberger, welche von Daddario hergestellt werden. (medium)
Als  A-Saite bevorzuge ich auch gerne mal eine JARGA-Seite Tension medium (hellblaue Wicklung)

Sehr bemerkenswert: außer Volumenregler, Höhen- und Bassregelung gibt es ein spezielle NS Erfindung:
das Umstellen des Tonabnehmers mittels Schalter für Arco/Pizz in Cello klassik Ton, für Arco/Pizz (Polar Pick Up System)
in modulierter elektrischer Nuance und dem speziellen Einstellung für Piz: das Feeling wie bei einer Gitarre mit längerem Sustain.
Alle Schalterstellungen wiederum können auf der Rückseite des Cello mit Trimm-Potentiometern ausgelotet werde.
Dadurch, dass der spezielle Pizz Mode die Schwingungen der Seite in vertikaler Richtung am Steg abnimmt,
können die entstehenden Signale mit elektronik und Effektgeräten (Distortion, Octaver, Fuzz,…und so weiter)
besser moduliert werden als man von normalen E-Celli erwarten kann.

Aber das Polar pick up System hat auch Nachteile: ein schneller Wechsel zwischen Arco und Pizz beim Spielen wird
durch das jeweilige Umschalten des Schalters nicht möglich.

Spielen auf dem E-Bass in Quinten 5th´s

mybass_fame

Jede Menge Erfahrungen habe ich gemacht, beim Spielen auf einem Fretless E-Bass.
Nach einigen E-Bässen landete ich beim Modell FameBaphomet 4 NTB mit durchgehendem Hals.
Mahagoni mit eingeleimten Sperrstreifen. Dieser Bass konnte mich voll überzeugen.
Um meine Finger nicht umzutrainieren, habe ich den Bass auf Quinten gestimmt.

Damit blieben die Fingersätze im Bassschlüssel, wie beim Cello.
Modifizieren musste ich dabei den Truss- ,Pick Uphöhen/ die Bridge Höhe, sowie
das Griffbrett mittels des eingebauten Gewindestocks.

Das Erhöhen der Basssaite G um einen Ton zum Cello A, das Herunterstimmen der
Bassaiten A auf einen Ton tiefer zu G und der Saite E auf 2 Töne tiefer zum Cello C konnte
ich nach vielem Ausprobieren auf dem Fretless Bass mit dafür gut geeigneten Saiten von
DAddario erreichen: Kupfer REDS EXPR 165.
Vorteil: die sonst schlappernden tiefen Saiten hatten noch genug Spannung – die höchste
Saite noch genug Schwingung.

Vorteile für mich: damit habe ich innerhalb weniger Tage und Einspielzeit, mehrere Jahre
ein Blasorchester begleitet, welches symphonische Arrangements bis hin zum Big Band
Stücken seine Konzerte gab.

Nachteile: das Stimmen eines Ebasses in Quinten bedeutet aber, dass das Spielen erhöhten
Lagenwechsel mit sich bringt. Schnelle Grooves und Riffs sind in Quarten besser umsetzbar.

Den Ebass habe ich verkauft. Ich habe das Begleiten einer Big Band wegen der enormen
Lautstärken und des hohen Schalldrucks und der damit vebundenen Belastung mit Tinnitus
und nur noch einem Gehör vorerst pausiert/aufgegeben.